In den nächsten zwei Jahren 5,8 Prozent mehr Gehalt

In den nächsten zwei Jahren 5,8 Prozent mehr Gehalt

Deutliches Plus für Mitarbeitende der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ab 1. Mai 2026

München, 18. März 2026 – Die Mitarbeitenden der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern erhalten zum 1. Mai deutlich mehr Gehalt – zumindest, wenn sie nach der kirchlichen Dienstvertragsordnung (DiVO) angestellt sind. Das Plus beträgt ab dem 1. Mai 2026 2,8 Prozent bzw. mindestens 100 Euro. Ab dem 1. Mai 2027 steigt das Gehalt um weitere 2 Prozent, ab dem 1. Januar 2028 um einen weiteren Prozentpunkt. Insgesamt ergibt sich damit eine Steigerung von 5,8 Prozent.

Auch Auszubildende, dual Studierende sowie Praktikantinnen und Praktikanten erhalten mehr Geld: Ab dem 1. Mai 2026 sowie ab dem 1. Mai 2027 steigen ihre monatlichen Bezüge jeweils um 60 Euro. Ab dem 1. Januar 2028 kommen weitere 30 Euro monatlich hinzu.

„Mit ihrem Beschluss orientiert sich die ARK Bayern für die DiVO weiterhin am TV-L als Leittarif“, kommentiert Oberkirchenrätin Marion Böttcher, Vorsitzende der ARK, das Verhandlungsergebnis. Sie freue sich, dass der Beschluss trotz der angespannten kirchlichen Haushaltslage möglich gewesen sei – und dass der Landeskirchenrat ihn in seiner Sitzung am 9. März bestätigt habe. „Für die Mitarbeitenden bringt der Abschluss spürbare Verbesserungen und schafft zugleich Verlässlichkeit und Planbarkeit für die kommenden Jahre.“

Für die Vertreterinnen und Vertreter der Dienstnehmerseite betont Klaus Klemm zugleich, dass die Verhandlungen offen, aber anspruchsvoll gewesen seien. „Das Ergebnis ist erst nach zwei Auszeiten für interne Beratungen erzielt worden. Umso wichtiger ist es, dass mit dem Abschluss ein tragfähiger Kompromiss gelungen ist, der sowohl den Mitarbeitenden spürbare Verbesserungen bringe als auch den finanziellen Rahmenbedingungen der kirchlichen Einrichtungen Rechnung trägt.“ Ein zentraler Punkt aus Sicht der Mitarbeitenden: Bis mindestens 31. Januar 2028 wird es für die Beschäftigten der Kirche weiterhin keine Eigenbeteiligung der Beschäftigten an der Zusatzversorgung bei der Evangelischen Zusatzversorgungskasse (EZVK) geben.

Für die etwa 100.000 Mitarbeitenden der Diakonie haben die Verhandlungen begonnen; ein Ergebnis wird im Sommer erwartet.

Die ARK Bayern ist das oberste Tarifgremium für die Evangelisch-Lutherische Kirche und Diakonie in Bayern. Ihre Entscheidungen betreffen derzeit rund 125.000 Mitarbeitende. Die Kommission besteht aus 16 unabhängigen Mitgliedern und ist paritätisch besetzt: jeweils vier Vertreterinnen und Vertreter der Mitarbeitenden im kirchlichen Dienst, der Mitarbeitenden im diakonischen Dienst, der kirchlichen Körperschaften sowie der Träger diakonischer Einrichtungen. Die ARK beschließt insbesondere Regelungen zu Abschluss und Inhalt von Arbeitsverträgen und ist für das Aushandeln der Entgelte zuständig. Ihre Beschlüsse sind verbindlich und wirken normativ.

Ihr Ansprechpartner

Daniel Wagner, Pressesprecher der ARK Bayern

Daniel Wagner

Pressesprecher der ARK
+ 49 179 537 4225